Die CMF gewährt weitere sechs Monate, um die Kontrollen für Kredite an nahestehende Parteien anzupassen.

Die CMF hat die Frist für die Umsetzung rechtlicher Änderungen im Zusammenhang mit Krediten an Vorstandsmitglieder, leitende Angestellte und nahestehende Personen um sechs Monate verlängert. Die Maßnahme hat eine unmittelbare praktische Wirkung: Sie verringert den Compliance-Druck auf kurze Sicht, lässt die regulatorische Ausrichtung jedoch unangetastet.

Transaktionen mit nahestehenden Parteien bergen häufig Risiken von Interessenkonflikten, Informationsasymmetrien und unzureichender Kontrolle. Daher sollte die Fristverlängerung genutzt werden, um Kreditakten, Genehmigungskriterien, interne Limits und Berichte an den Vorstand zu überprüfen. Wenn die Anpassung lediglich als dokumentarische Änderung verbleibt, wird die Compliance anfällig sein.

In Finanzinstituten hängt die tatsächliche Umsetzung von der Koordination der Rechts-, Risiko-, internen Revisions- und Technologieabteilungen ab. Die zusätzliche Frist ermöglicht es, diese Koordinierung zu ordnen, hinterlässt jedoch auch einen klaren Nachweis für die Aufsichtsbehörde: Es gab Zeit, den Übergang vorzubereiten.

https://www.cmfchile.cl/portal/prensa/625/w4-article-111217.html

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